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10.12.2015

 

 

Meet & Greet

in der Justizvollzugsanstalt


Auf ungewöhnlichem Weg zu qualifizierten Fachkräften – Lüüd bringt Bewerber der JVA Fuhlsbüttel mit Betrieben zusammen.

 

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken und Hamburger Betriebe gezielt mit Bewerbern aus gesuchten Gewerken zusammenbringen – das ist das erklärte Ziel von Lüüd, der Personalberatung für Handwerk und Mittelstand in Hamburg. Dafür schlagen die Mitarbeiter des von der Handwerkskammer Hamburg gegründeten Projekts gern ungewöhnliche Wege ein. Am 15. Oktober 2015 initiierte Lüüd ein „Meet & Greet“ in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel, um Arbeitgebern einen Einblick in das qualifizierte Ausbildungsprogramm der JVA zu gewähren und dazu beizutragen, Vorurteile abzubauen. Das Ergebnis der Veranstaltung war vielversprechend.

„Meet & Greet“ in der Justizvollzugsanstalt
Zu dem Vor-Ort-Termin in überschaubarer Kleingruppe hatte Lüüd Hamburger Betriebe auf Mitarbeitersuche geladen. Die zwölf verfügbaren Plätze waren schnell belegt, vornehmlich von Betrieben aus den Gewerken Elektro und Tischlerei. Die Teilnehmer erwartete ein spannendes Programm: Nach einer einführenden Informationsveranstaltung zu Art und Qualität der Ausbildung mit der Leitung der Berufsbildung machten sich die Besucher auf einem Rundgang durch die JVA selbst ein Bild von den modern und vorbildlich ausgestatteten Werkstätten. Beim gemeinsamen Mittagessen sowie im Anschluss daran gab es ausführlich Gelegenheit zu einem angeregten Austausch zwischen Arbeitgebern und Ausbildern, sodass die Besucher mit detaillierten Informationen aus der Veranstaltung gingen.

Berufsausbildung in der JVA
Die JVA Fuhlsbüttel führt, wie mehrere andere Justizvollzugsanstalten in Hamburg, qualifizierte Berufsausbildungen in eigenen, voll ausgestatteten Werkstätten nach aktuellen Standards durch. Ausgebildet wird in klassischen Handwerksberufen, unter anderem in den Gewerken Maurer, Tischler, Elektro, Schlosser, Bäcker. Ein Übergangsmanager unterstützt die Gefangenen dabei, deren berufliche Wiedereingliederung Schritt für Schritt in die Freiheit und in die Arbeitswelt aufzubauen. In der JVA Fuhlsbüttel ist Ferdinand Herrlein, Mitarbeiter von Integrationshilfen e.V. Hamburg, im Rahmen des Projekts „Best“ (berufliche Eingliederung Strafgefangener) dafür zuständig. Unternehmen haben die Wahl zwischen ausgebildeten Fachkräften und Bewerbern, die nach ihrer Entlassung ihr Ausbildungsverhältnis im Betrieb weiterführen können. Firmen, die sich für diesen ungewöhnlichen Weg der Fachkräfteakquisition interessieren, werden auf Wunsch von Lüüd unterstützt. Sie erhalten Bewerberprofile und können sich zu möglichen Förderungen und Unterstützungsleistungen beraten lassen.


Positive Resonanz, neue Arbeitsverhältnisse
Das von Lüüd veranstaltete „Meet & Greet“ stieß auf höchst positive Resonanz. „Unsere Teilnehmer waren beeindruckt von der modernen Ausstattung und der intensiven Betreuung, die beste Bedingungen für eine qualifizierte Ausbildung bieten. Auch der positive Erfahrungsbericht eines Unternehmens, das bereits mehrfach Mitarbeiter aus der JVA beschäftigt hat, trug dazu bei, Vorurteile abzubauen“, erläutert Mareile Deterts, Projektleiterin bei Lüüd. Der Erfolg der Veranstaltung lässt sich in zwischenzeitlich mehreren geschlossenen Arbeitsverhältnissen messen und bestätigt den ungewöhnlichen Rekrutierungsweg. „Aus diesem Grund haben wir geplant, die Veranstaltung im Frühjahr 2016 zu wiederholen“, unterstreicht Deterts.


Kontakt:
Lüüd Personalberatung für Handwerk und Mittelstand in Hamburg
Mareile Deterts
>> T. 040 35905-862
>> mareile.deterts@lueued.de

Freie und Hansestadt Hamburg
Justizbehörde
Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel
Ferdinand Herrlein
>> T. 040 428001-564
>>  ferdinand.herrlein@justiz.hamburg.de

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