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29.06.2015

 

 

Personal-Engpass?

Kreative Lösungswege!

 

Viele Betriebe spüren ihn: den Fachkräfte-Engpass. Kreative Ideen bei der Personalsuche, mehr Selbstbewusstsein und der Mut zum „zweiten Blick“ werden jetzt immer wichtiger.

 

Unglück im Glück: Das Handwerk hat es derzeit nicht leicht. Zwar sind die Auftragsbücher gefüllt, die Auslastung bewegt sich am oberen Rand und die Umsätze könnten das Vorjahresniveau erneut überbieten – wäre da nicht der Fachkräftemangel! Der weist das Wachstum von so manchem Betrieb erheblich in seine Schranken. Das muss nicht sein, sagen Experten. Fachkräftemangel ist vermeidbar, wenn man zeitig reagiert.

Der Arbeit gehen die Menschen aus. Was nun?
„Im Vergleich zu Handel und Industrie ist das Handwerk von Fachkräfte-Engpässen relativ stark betroffen. Aber noch hat das Handwerk seine Rekrutierungsmöglichkeiten nicht voll ausgeschöpft. Hier gibt es viel Spielraum nach oben“, sagt Jörg Thomä, Forscher am Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk in Göttingen der Deutschen Handwerkszeitung. „Das Handwerk muss sich im Wettbewerb um Fachkräfte besser aufstellen. Es braucht neue Personalstrategien.“ Eine mögliche Strategie etwa sei, Studienabbrecher offensiver zu rekrutieren – eine Herausforderung, aber auch Riesenchance. Die Überarbeitung der Lohnstrukturen im Handwerk sei eine Baustelle. Gleichzeitig habe das Handwerk viele nicht monetäre, emotionale Vorteile. Diese müssten aktiv kommuniziert werden, um junge Menschen für sich zu begeistern.

Neue Strategien, Personal zu finden und zu binden
„Die neue Imagekampagne des Zentralverbands des Deutschen Handwerks ist hierzu ein wichtiger Schritt“, sagt Mareile Deters, Projektleiterin der Lüüd Personalberatung für Handwerk und Mittelstand in Hamburg. „Gleichzeitig muss jeder Betrieb eigene Maßnahmen ergreifen, um sich vor Personalengpässen zu schützen und sich als Arbeitgeber für neue und vorhandene Mitarbeiter attraktiv zu machen.“

Möglichkeiten hierzu sind zum Beispiel flexiblere Arbeitszeitmodelle um z.B. Müttern den Wiedereinstieg zu erleichtern oder erfahrene ältere Mitarbeiter länger im Betrieb zu halten. Betriebsinhaber, die sich für die Entwicklung und Gesundheit ihrer Mitarbeiter durch Qualifizierungsangebote oder gesundheitsfördernde Maßnahmen einsetzen, erhöhen ihre Attraktivität als Arbeitgeber maßgeblich. Vor allem aber sei wichtig, dass Betriebe bei der Suche nach Personal ihren Radius erweitern und jenseits der traditionellen Kanäle einen zweiten, anderen Blick auf potenzielle Bewerber wagen. „Immer noch scheitern viele gute Bewerber an der Papierhürde. Weil sie keine deutschen Muttersprachler sind oder in der Schriftform nicht überzeugen“, so Deterts. Vieles davon sei im persönlichen Gespräch wie weggewischt und der Blick auf die wahren Qualitäten würde frei. Lüüd führt deshalb regelmäßig Bewerbertage für unterschiedliche Gewerke durch und berät Betriebe individuell und kostenneutral bei der Einführung neuer Strategien zur Personalsuche, -entwicklung und -bindung.

Lüüd-Angebote zur Personalsuche
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