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Lueued Berufe Illustrationen Tischler 20141212

 

Berufsbild

Tischler

 

Ob Türen, Fenster, Treppen oder Möbel, aus Holz kann ein Tischler vieles herstellen, das aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Das Tischlerhandwerk ist eines der ältesten Handwerke und wird regional unterschiedlich bezeichnet. Während man in Hamburg Tischler sagt nennt sich derselbe Handwerker in Bayern Schreiner. Tischler arbeiten auf Baustellen, in Möbelhäusern, im Baumarkt, in Messebauunternehmen oder in Schiffsbaubetrieben. Auch das Theater ist ein möglicher Arbeitsplatz, werden hier doch immer wieder Requisiten benötigt.

Je nach Arbeitsplatz führen Schreiner auch beratende Tätigkeiten aus, beispielsweise wenn ein Kunde eine maßgefertigte Küche, eine Treppe aus Holz oder andere Details für den Innenausbau benötigt. Neben Holz kommen auch noch andere Materialien zum Einsatz, zum Beispiel Glas oder Metall. Aus diesen Materialien lassen sich nicht nur nützliche Gegenstände herstellen denn selbstverständlich können Sie hier Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Einzelstücke mit einem individuellen Design sind nicht nur bei Kunden beliebt sondern erfüllen auch den Tischler mit Stolz.

Ausbildung zum Tischler

Die Ausbildung im Tischlerhandwerk dauert drei Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Um eine Ausbildung zum Tischler machen zu können gibt es keine vorgeschriebene Schulbildung, ein Großteil der Tischler hat jedoch einen Hauptschulabschluss, beinahe ebenso viele haben einen mittleren Bildungsabschluss.

Fähigkeiten als Tischler

Im Tischlerhandwerk sollten ein gewisses Grundverständnis für Mathematik, Physik, Chemie sowie handwerkliche Fähigkeiten mitgebracht werden. Die Mathematik wird dabei zur Flächenberechnung und zur Berechnung von Materialkosten benötigt. Räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Zeichnen sind weitere Pluspunkte. Ein erfolgreicher Tischler bringt neben handwerklichem Geschick auch noch einen ganzen Sack voller kreativer Ideen mit und hebt sich mit seinem Einfallsreichtum von anderen ab.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Schon im Laufe der Ausbildung können die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Durch Zusatzqualifikationen die von der Handwerkskammer oder der Berufsschule angeboten werden kann nach der Ausbildung eine Weiterbildung gemacht werden. Infrage kommt dabei beispielsweise eine Spezialisierung im Bereich Messebau, die Ausbildereignungsprüfung oder die Bühnentischlerei sowie Kunst- oder Ausstellungstischler. Viele Tischler legen die Meisterprüfung ab und machen sich dann mit einem eigenen Betrieb selbstständig. Dabei können Sie sich selbst verwirklichen und einzigartige Möbel herstellen, welche die Zeit überdauern und an denen auch noch spätere Generationen ihre Freude haben.

Verdienstmöglichkeiten

Die Verdienstmöglichkeiten sind von vielen Faktoren abhängig, darunter die Erfahrung, in welcher Branche gearbeitet wird und auch regional ist das Einkommen unterschiedlich hoch. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt zwischen 1.360 und 2.100 Euro. Wer sich selbstständig macht bestimmt seine Preise selbst und hat ganz andere Möglichkeiten als ein angestellter Tischler.

 

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