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Lueued Berufe Illustrationen Metallbauer 20141212

 

Berufsbild

Metallbauer

 

Für den Beruf des Metallbauers gibt es drei unterschiedliche Fachrichtungen: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Fahrzeugbau. Abwechslung ist also garantiert. Metallbauer hämmern, schmieden, löten Metall und bauen daraus je nach Fachrichtung große Gebäude, schmückendes Zierwerk oder Fahrzeuge.

In der Konstruktionstechnik werden vor allem Tore und Gitter gefertigt, aber da bei so ziemlich jedem Gebäude Metall verarbeitet wird, bauen sie auch Fensterrahmen, Überdachungen, Treppen, Hallen sowie Sonnenanlagen. Diese werden nach Kundenwunsch und nach Vorlage einer technischen Zeichnung gefertigt und am Bestimmungsort montiert.

Weit kunstvoller und weniger auf Stabilität denn auf Schönheit ausgelegt sind Gegenstände, die Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung herstellen. Metallene Leuchten, schmückende Gitter und kunstvolle Geländer werden nach Vorgabe des Kunden in der Werkstatt angefertigt und anschließend dort befestigt, wo sie hingehören. Ein Teil ihrer Arbeit sieht auch die Restauration von alten Gegenständen vor, insbesondere von Waffen und Rüstungen. Auch das Herstellen eines solchen Stückes für einen Sammler gehört durchaus zu den Tätigkeiten, die Metallbauer in der Fachrichtung Metallgestaltung durchführen. Dabei arbeiten sie nach Zeichnungen oder Fotos.

Wer sich für den Metallbauer Fahrzeugbau interessiert kann sein Können in der Industrie zeigen. Überall dort wo Autos oder LKW gebaut werden finden Metallbauer Arbeit. Sie stellen die einzelnen Teile der Karosserie her, bauen sie zusammen und verlegen anschließend auch die Elektrik wie ABS. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Reparatur nach einem Unfall sowie die Wartung und Inspektion. Bei Nutzfahrzeugen gehören außerdem der Einbau und die Wartung von Hubeinrichtungen sowie Kühlanlagen zu ihrem Aufgabengebiet.

 

Ausbildung zum Metallbauer

Die Ausbildung zum Metallbauer dauert dreieinhalb Jahre wobei nach dem Ende des zweiten Lehrjahres die fachspezifische Ausbildung beginnt. Der erste Teil der Gesellenprüfung findet vor dem Ende des zweiten Lehrjahres statt, der zweite Teil dann nach den dreieinhalb Jahren. Im ersten Teil wird ein Fachgespräch geführt und ein Arbeitsauftrag durchgeführt. Der zweite Teil besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil und ist je nach Fachrichtung anders gegliedert.

In der Konstruktionstechnik werden im praktischen Teil zwei Kundenaufträge simuliert. Der schriftliche Teil besteht aus Konstruktionstechnik, Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Im Fachbereich Metallgestaltung werden ebenfalls zwei praktische Arbeiten verlangt sowie Wirtschafts- und Sozialkunde, Arbeitsplanung und Metallgestaltung im theoretischen Teil.

Im Fahrzeugbau werden dieselben Kenntnisse verlangt wie in der Konstruktionstechnik, hier unterscheiden sich nur Konstruktionstechnik und Fahrzeugkonstruktionstechnik.

 

Fähigkeiten als Metallbauer

Neben Mathematik und Physik sollten angehende Metallbauer auch gewisse handwerkliche Fähigkeiten mitbringen. Für die Fachrichtungen Fahrzeugbau und Konstruktionstechnik werden vermehrt computerunterstützte Anwendungen verlangt. In der Fachrichtung Metallgestaltung sind künstlerische Ambitionen gefragt, denn Entwürfe werden zum Großteil mit der Hand gezeichnet und auch ein Gespür für Formen und Proportionen sind vorteilhaft.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten für den Metallbauer ist breit. Neben der Meisterprüfung ist auch ein Studium denkbar mit einem abschließenden Bachelor in Werkstoffwissenschaft sowie Techniker, Fach- und Betriebswirt und ähnliches. Auch Qualifizierungslehrgänge sind eine Möglichkeit, beispielsweise in Schweißtechnik, historischer Materialkunde, Schneid- und Richtverfahren, Schlosserei und Ähnliches.

 

Verdienstmöglichkeiten

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung für den Metallbauer liegt zwischen 1.800 und 2.200 Euro. Ein Meister kann zwischen 2.600 und 3.200 Euro verdienen, ebenso sieht es bei einer Weiterbildung zum Techniker aus. Wer in einem großen Betrieb als Vorarbeiter angestellt ist kann mit einem noch höheren Lohn rechnen: Dieser beginnt bei 3.800 Euro.

 

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