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Lueued Berufe Illustrationen Mechatroniker 20141212

 

Berufsbild

Mechatroniker

 

Mechatroniker haben vor allem mit elektrischen und mechanischen Komponenten zu tun. Sie sind im Anlagen- und Maschinenbau, in der Luft- und Raumfahrtechnik sowie in der Medizintechnik tätig. Überall wo große Fertigungsstraßen und Anlagen gebraucht werden, bauen und warten sie diese.

Dabei sind sie vor allem für das Zusammenspiel der einzelnen elektronischen Teile zuständig. Sie müssen genau wissen, was die entsprechenden Maschinen leisten sollen und wie sie die dafür nötigen elektronischen Grundlagen schaffen können, damit alles nach Wunsch funktioniert. Sie verbinden Pumpen, Leitungen und Ventile und installieren die Software zur Steuerung des Ganzen. Liegt ein Fehler im System vor prüfen sie dies mit Messgeräten zur Fehlerdiagnose und beheben anschließend den Schaden.

Das Lesen von Schaltplänen gehört ebenfalls zu ihren Arbeiten. Sie arbeiten an großen Maschinen und haben dabei nicht immer einen guten Zugang zu dem jeweiligen Bauteil, daher kann es durchaus auch einmal unbequem werden. In einigen Betrieben wird außerdem Schicht gearbeitet und Mechatroniker haben manchmal auch Bereitschaftsdienst, damit bei einem Fehler schnell Abhilfe geschafft wird und die Produktion weiterlaufen kann.

 

Ausbildung zum Mechatroniker

Die Ausbildungsdauer ist mit dreieinhalb Jahren festgelegt an deren Ende die Abschlussprüfung stattfindet. Dabei findet der erste Teil der Prüfung bereits am Ende des zweiten Lehrjahres statt. Beide Prüfungen finden sowohl schriftlich, mündlich als auch praktisch statt. Der schriftliche Teil umfasst die Arbeitsplanung, Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Im praktischen Teil ist ein Arbeitsauftrag zu erledigen der auch noch mündlich besprochen wird. Die Grundlagen für die Ausbildung zum Mechatroniker bilden vor allem Verständnis für Mathematik, Physik, Informatik und Englisch. Messwerte, technische Pläne zum Teil in Englisch sowie physikalische Grundbegriffe gehören zur täglichen Arbeit von Mechatronikern. Mit gut 64 % der Auszubildenden hat ein Großteil einen mittleren Bildungsabschluss.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten

Mechatroniker können nach der Ausbildung beispielsweise studieren und einen Bachelor in Mechatronik machen. Auch Meister und Techniker mit verschiedenen Fachrichtungen gibt es unter den Mechatronikern. Weiterbildungen wie Elektroinstallationstechnik, EDV-Anwendungen in der Elektronik sowie Nachrichten- und Kommunikationstechnik sind ebenfalls möglich.

 

Verdienstmöglichkeiten

Mechatroniker verdienen schon in der Ausbildung gut, dafür steigt das Gehalt danach nicht so sehr an. Üblich sind 1.800 bis 2.100 Euro die mit entsprechender Qualifikation auf 3.000 Euro ansteigen können. Techniker verdienen bis zu 5.000 Euro.