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Lueued Berufe Illustrationen Maler 20141212 06

 

Berufsbild

Maler

 

Wer eine Ausbildung zum Maler machen möchte kann zwischen drei verschiedenen Fachrichtungen wählen: Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung sowie Kirchenmalerei und Denkmalpflege.

Der Maler mit der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung ist dabei das klassische Berufsbild, das jedem bekannt sein dürfte. Maler gestalten Innen- und Außenwände von Gebäuden, sanieren und modernisieren diese und sind zumeist in Betrieben des Malerhandwerks tätig. Auch der Einzelhandel wie Baumärkte, das Stuckateur Gewerbe sowie der Hochbau sind möglich. Mit dem streichen von Wänden ist es noch lange nicht getan denn neben Farbe arbeiten Maler auch mit Holz, Teppichen, Putz, Beton, Tapeten, Stuck, Steinen und Metall. Alle diese Stoffe können mit den passenden Lasuren und Lacken nicht nur beliebig gestaltet werden, sondern bekommen dadurch auch eine Schutzschicht, die vor Korrosion und anderer Abnutzung bewahrt. Die Arbeitsorte wechseln dabei von Baustellen, Privathäusern und der Werkstatt. Beratende Tätigkeiten beim Kunden gehören ebenso dazu wie selbstständiges Arbeiten.

Bei der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz sanieren und modernisieren Maler Gebäude und Anlagen und arbeiten überwiegend mit Metall und Beton. Der Zahn der Zeit nagt auch an diesen beinahe unverwüstlichen Materialien und Feuchtigkeit, Streusalz und Abgase setzen ihnen zu. Um diesen Verfall zu verhindern, wird der Rost von Metall entfernt und mit einer Schutzschicht überzogen. Beton wird mit Spachtelmasse und Harzen repariert. Tätig sind sie im Baugewerbe, im Hochbau und im Einzelhandel.

Bei der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege stehen historische Maltechniken im Vordergrund. Gearbeitet wird außerdem mit Blattgold, feinen Pinseln und zum Teil selbst angerührten Farben nach historischem Rezept. Alte Malereien und Stuckverzierungen, die Beschädigungen aufweisen, bekommen so neuen Glanz. Ihr Arbeitsplatz sind Kirchen, Denkmäler sowie Burgen und Schlösser.

 

Ausbildung zum Maler

Die Ausbildung zum Maler dauert drei Jahre wobei im dritten Lehrjahr die fachspezifische Richtung gewählt wird. Die Gesellenprüfung findet am Ende des dritten Lehrjahres statt und umfasst einen praktischen sowie einen schriftlichen Teil. Eine vorgeschriebene Schulausbildung gibt es nicht.

 

Fähigkeiten als Maler

Neben handwerklichem Geschick sind auch Mathematik und Chemie wichtige Fähigkeiten, die ein Maler mitbringen sollte. Technisches Zeichnen und eine gewisse Vorstellungskraft in Bezug auf räumliches Denken erleichtern die zukünftige Arbeit ebenso wie Mathematik denn schließlich berechnet werden, wie viel Farbe für den Anstrich oder wie viele Rollen Tapete benötigt werden. Sorgfalt sollte man überall walten lassen, ist aber vor allem beim abkleben gefragt damit kein Pinselstrich danebengeht oder Farbe auf den Teppich des Kunden gekleckert wird.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten

Als Maler und Lackierer hat man nach der Gesellenprüfung verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung. Beispielsweise kann die Meisterprüfung abgelegt werden, was eine anschließende Selbstständigkeit ermöglicht. Anschließend stehen viele Möglichkeiten offen, beispielsweise Gebäudeenergieberater, Fachwirt für Gebäudemanagement und Fachkraft für regenerative und ressourcenschonende Energietechnik. Auch eine Weiterbildung zum Industriekletterer kann angestrebt werden. Schließlich werden neue Gebäude immer höher und Fassadenschutz ist ebenso ein Thema wie Reparaturen und Sanierungen an Windkraftanlagen.

 

Verdienstmöglichkeiten

Die Verdienstmöglichkeiten als Maler liegen zwischen 2.300 und 2.600 Euro. Hierbei kommt es jedoch auch immer sehr auf die Spezialisierung, eventuelle Zusatzausbildungen und andere Qualifikationen sowie die Branche an. Als Malermeister mit eigenem Betrieb können die Preise selbst bestimmt werden.